An unsere Aktionäre

2018 erzielte Swissquote im Vergleich zum Vorjahr absolute Rekordwerte: Der Betriebsertrag stieg um 14.3 Prozent auf CHF 214.5 Mio. (inkl. Kreditverluste) und der Reingewinn um 13.8 Prozent auf CHF 44.6 Mio. Der Netto-Neugeldzufluss nahm um 14.8 Prozent auf CHF 3.115 Mrd. zu. Das Eigenkapital wuchs um 19.3 Prozent auf CHF 352.2 Mio. Zudem hat der Wert der Swissquote-Aktie 2018 um 18.6 Prozent zugenommen. Der Kurs lag Ende Jahr bei CHF 45.25.

Swissquote will ihre Stellung als grösste und führende Digitalbank in der Schweiz auch 2019 weiter ausbauen. Entsprechend werden weitere Investitionen in innovative Fintech-Lösungen und ins Marketing getätigt. Ausserdem wird 2019 der Kaufvertrag für die luxemburgische Bank Internaxx in der Höhe von EUR 27.7 Mio. wirksam werden.

Erträge übersteigen erstmals CHF 200 Millionen

Der Gesamtertrag1 stieg um 16.2 Prozent auf CHF 225.4 Mio. (CHF 194.0 Mio.). Er wurde durch Negativzinsen (–CHF 9.0 Mio.) und «Unrealised Fair Value» (–CHF 1.9 Mio.) geschmälert, so dass noch ein um 14.3 Prozent höherer Betriebsertrag2 CHF 214.5 Mio. (CHF 187.8 Mio.) resultierte. Mit einer Ausnahme haben alle vier Geschäftsbereiche zum Rekordresultat beigetragen.

Der Nettokommissionsertrag stieg dank der gestiegenen Handelsaktivitäten (11.9 gegenüber 11.0 Transaktionen pro Jahr/Kunde) um 16.8 Prozent auf CHF 99.5 Mio. (CHF 85.2 Mio.). Zum guten Ergebnis haben der erfolgreiche Handel mit derivativen Produkten über Swiss DOTS sowie der Handel mit Kryptowährungen beigetragen. Der Netto-eForex-Ertrag nahm um 7.7 Prozent auf CHF 71.8 Mio. (CHF 66.7 Mio.) zu. Das Wachstum erklärt sich durch die grosse Zahl von Neukunden (+15.4 Prozent auf 47’972), das gestiegene Kundenvermögen (+11.0 Prozent auf CHF 365.2 Mio.) und verstärkte Handelsaktivitäten (+8.2 Prozent auf USD 1.180 Mrd). Der Nettozinsertrag erhöhte sich als Folge der stetig ansteigenden kurzfristigen Zinsen in den USA und des wachsenden Volumens an Kundengeldern in Fremdwährungen markant. Der Nettohandelsertrag (Währungshandel exkl. eForex) sank dagegen leicht um 6.5 Prozent auf CHF 20.9 Mio. (CHF 22.3 Mio.).

Profitabilität weiter gestiegen

Die Zunahme des Betriebsaufwands lag mit CHF 160.8 Mio. (CHF 142.0 Mio.) um 13.2 Prozent höher als im Vorjahr. Die Aufwandzunahme gründete vor allem auf den anhaltend hohen Investitionen in Technologie, Marketing und Mitarbeitende, deren Zahl um 69 auf 662 zugenommen hat.

Während der Betriebsaufwand um CHF 18.8 Mio. zunahm, stieg der Betriebsertrag um CHF 26.8 Mio. Entsprechend dieser Aufwand-/​Ertragsentwicklung wuchsen alle Gewinnwerte markant: der Vorsteuergewinn um 17.4 Prozent auf CHF 53.8 Mio. (CHF 45.8 Mio.) und die Vorsteuergewinn-Marge auf 25.1 Prozent (24.4 Prozent), der Reingewinn um 13.8 Prozent auf CHF 44.6 Mio. (CHF 39.2 Mio.) und die Reingewinn-Marge auf 20.8 Prozent (20.9 Prozent).

Die Basel-III-Kernkapitalquote lag bei 29.0 Prozent (26.1 Prozent). Swissquote ist damit nach wie vor eine der bestfinanzierten Banken der Schweiz.

Das Eigenkapital stieg um 19.3 Prozent auf CHF 352.2 Mio. (CHF 295.1 Mio.). Aus dem Eigenkapital wird 2019 der Kaufpreis von EUR 27.7 Mio. für die im August 2018 erworbene luxemburgische Internaxx Bank finanziert werden. Der Kaufvertrag sollte noch im ersten Quartal 2019 – nach erfolgter Genehmigung der Transaktion durch die luxemburgischen und die europäischen Aufsichtsbehörden – wirksam werden.

Hoher Neugeldzufluss von mehr als CHF 3 Milliarden

Trotz einem hohen Netto-Neugeldzufluss von CHF 3.115 Mrd. (CHF 2.714 Mrd.) sank das Kundenvermögen als Folge der allgemeinen Börsenentwicklung leicht um 1.2 Prozent auf CHF 23.822 Mrd. (CHF 24.112 Mrd.). Per Ende 2018 betrugen die Vermögen auf den Handelskonten CHF 22.959 Mrd. (–0.1 Prozent), den Sparkonten CHF 306.3 Mio. (–49.0 Prozent), den Robo-Advisory-Konten CHF 191.7 Mio. (–5.6 Prozent) und den eForex-Konten CHF 365.2 Mio. (+11.0 Prozent).

Die Gesamtzahl der Konten wuchs um 19‘814 (+6.4 Prozent) auf 329‘100 (309‘286). Diese teilten sich auf in 256‘565 Handelskonten (+8.3 Prozent), 21‘831 Sparkonten (–24.6 Prozent), 2‘732 Robo-Advisory-Konten (+43.9 Prozent) sowie 47‘972 eForex-Konten (+15.4 Prozent).

Neukonzipierte Plattform für Robo-Advisory

2018 wurde die Robo-Advisory-Plattform komplett überarbeitet. Sie erscheint nun in einem noch benutzerfreundlicheren Design. Zudem wurde mit den Kryptowährungen als zusätzliche optionale Asset-Klasse das Anlageuniversum weiter vergrössert.

Vorreiterrolle im Geschäft mit Kryptowährungen bestätigt

Bereits ab Mitte 2017 bot Swissquote als erste europäische Online-Bank ihren Kunden die Möglichkeit zu Investitionen in und zum Handel mit Kryptowährungen gegen EUR oder USD. Die Kunden investieren und handeln Kryptowährungen über ihr normales Swissquote-Handelskonto wie jede andere Währung, Aktien oder Fonds.

2018 hat Swissquote ihre Vorreiterrolle im Geschäft mit Kryptowährungen gefestigt und bot als erste Bank sogenannte Inital Coin Offerings (ICO) an. Das erste ICO lanciert das Start-up-Unternehmen LakeDiamond, ein Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Das Unternehmen stellt Kunstdiamanten für industrielle Anwendungen wie Laser, Mikroelektronik oder Uhrenlaufwerke her.

Um Standards für den Einsatz der Blockchain-Technologie auf den Kapitalmärkten zu setzen, gründeten 2018 Lenz & Staehelin, grösste Anwaltskanzlei, Swissquote Bank, Marktführer im Online-Banking, und Temenos, führender Anbieter von Banksoftware, den Verein Capital Markets and Technology Association (CMTA). Marc Bürki, CEO von Swissquote, äusserte sich bei der Gründung zu diesem Engagement: «Das Zusammenspiel der regulatorischen Rahmenbedingungen in der Schweiz mit dem Aufkommen neuer Technologien vereinfacht Unternehmen den Vertrieb ihrer Wertpapiere und die Kapitalaufnahme und Investoren den Erwerb und den Handel dieser Vermögenswerte. Wir freuen uns, an diesem Projekt teilzunehmen, das Chancen für Unternehmen und den Markt eröffnet.»

Einzigartige Multiwährungskreditkarte

Im Juni lancierte Swissquote eine einzigartige Multiwährungskreditkarte. Damit können, anders als mit einer klassischen Kreditkarte, Einkäufe in zwölf Währungen getätigt werden. Diese werden direkt in der Fremdwährung abgerechnet, ohne dass eine Umrechnungs- oder Fremdwährungsgebühr anfällt.

Kauf der luxemburgischen Internaxx Bank S.A.

Im August hat Swissquote den Kauf der Internaxx Bank bekannt gegeben. Der Kaufvertrag mit Interactive Investor Limited (mehrheitlich von J.C. Flowers & Co. kontrolliert) wird nach der Genehmigung der Transaktion durch die luxemburgischen und die europäischen Aufsichtsbehörden – voraussichtlich noch im ersten Quartal 2019 – wirksam. Der Kaufpreis von EUR 27.7 Mio. beinhaltet einen Goodwill von 25 Prozent und wird vollumfänglich aus eigenen Mitteln finanziert.

Mit dem Kauf der Internaxx Bank sichert sich Swissquote den uneingeschränkten Zugang zu den europäischen Märkten, der vor dem Hintergrund des bevorstehenden Brexit von besonderer Bedeutung ist.

Zuwahl in den Verwaltungsrat

Die Generalversammlung vom 4. Mai 2018 wählte Dr. Monica Dell’Anna, Mitglied der Unternehmensleitung bei der NZZ-Mediengruppe AG und seit Januar 2019 Leiterin Produkte (vormals Leiterin Geschäftsbereich Business Medien), zur neuen Verwaltungsrätin. Sie war davor in der Konzernleitung der BKW AG und während über zehn Jahren in verschiedenen Führungsfunktionen bei Swisscom tätig. Mit Monica Dell’Anna nimmt eine erfahrene Unternehmerpersönlichkeit mit ausgewiesener Fachkompetenz in digitalen Transformationsprozessen im Verwaltungsrat Einsitz.

Gewinnausschüttung an die Aktionäre

Aufgrund des sehr guten Geschäftsgangs beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung der Swissquote Group Holding AG vom 10. Mai 2019 eine Dividende von CHF 1.00 pro Aktie (CHF 0.90).

Dank

Im Namen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung danken wir unseren Kundinnen und Kunden, die mit der aktiven Nutzung unserer Plattform und den vielfältigen, sachkundigen Feedbacks entscheidend zum geschäftlichen Erfolg und damit zur langfristigen Sicherheit, Solidität und Weiterentwicklung von Swissquote beitragen. Ihre Anregungen und Wünsche, aber auch ihre Kritik sind uns wichtig und bringen uns weiter. Unseren Aktionärinnen und Aktionären danken wir für ihr Vertrauen. Allen Mitarbeitenden danken wir für ihr persönliches Engagement und die Bereitschaft, immer wieder Ausserordentliches zu leisten. Und schliesslich gilt unser Dank auch unseren Kooperationspartnern, die uns beim Ausbau unseres Geschäfts stets kompetent unterstützen.


1 Gesamtertrag exklusive Negativzinsen (CHF 9.0 Millionen) und «Unrealised Fair Value» (CHF 1.9 Million).
2 Inklusive Kreditverluste.

Mario Fontana
Präsident des
Verwaltungsrats

Marc Bürki
CEO